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Presseinformation
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TOPRO Troja: Gesamturteil „gut“ bei Ökotest
Bestnoten bei Sicherheit/Stabilität und Handhabung

(Fürstenfeldbruck, 03.08.2011) Mit der Gesamtnote „gut“ hat der TOPRO Troja im aktuellen Rollatorentest der Zeitschrift Ökotest abgeschnitten. Bei den wichtigsten Bewertungskriterien „Handhabung“ und „Stabilität/Sicherheit“ war der Troja zusammen mit einem Rollator eines anderen Anbieters der Beste im Test.

Untersucht wurden dabei die Bremswirkung auf nassen und trockenen Böden, die Rollen und die Stabilität – dazu wurden maschinelle Testverfahren genutzt. Zudem wurde die Handhabung wie Höheneinstellung, Sitz, Korb/Tasche, Zusammenfalten, Gewicht etc. in die Bewertung einbezogen. In all diesen Kriterien schnitt der TOPRO Troja mit „Sehr gut“ ab.

Materialien, die für Medizinartikel und Babyprodukte zugelassen sind: Trotzdem Abwertung

Die Zeitschrift Ökotest bewertete außerdem die Inhaltsstoffe. Insbesondere untersuchte sie den Kunststoff der Handgriffe. Die hier festgestellten Ergebnisse führten allerdings zur Abwertung des TOPRO Troja auf die Gesamtnote „gut“. Der Grund: Die Handgriffe bestehen aus dem Kunststoff PVC mit dem Weichmacher DINCH (Cyclohexandicarbonsäurediisononylester). Zudem enthalten sie Spuren von PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). „Diese Stoffe kann man sicherlich unterschiedlich bewerten“, erklärt Karin Bielefeld, Produktmanagerin bei TOPRO. „Wir sind aber ziemlich erstaunt darüber, dass ihr Vorhandensein zur Abwertung geführt hat, denn sowohl PVC als auch sein Weichmacher DINCH sind für Medizinartikel wie Infusionsschläuche oder Blutbeutel zugelassen.“ Zudem erfüllten die Handgriffe die Norm der EU-Richtlinie 2005/84/EG, die auch „Beißring-Norm“ genannt wird. Danach dürfen Materialien, die diese Norm erfüllen, sogar für Produkte verwendet werden, die Babys und Kleinkinder in den Mund nehmen können. „Es ist für uns überhaupt nicht nachvollziehbar, wieso Ökotest einen Kunststoff, der sogar für Babys zum Beißen geeignet ist, als für einen Handgriff für Erwachsene ungeeignet bewertet“, sagt Karin Bielefeld. „Dennoch werden wir das selbstverständlich überprüfen und nach geeigneten Alternativen suchen.“

Zu den von der Zeitschrift Ökotest untersuchten Stoffen:

PAK - Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe: Die Handgriffe des TOPRO Troja sollen laut Zeitschrift Ökotest erhöhte Mengen von PAK enthalten. Diese Stoffe entstehen durch die unvollständige Verbrennung von organischem Material wie Kohle oder Öl und sind weltweit nachweisbar. Es gibt bis heute allerdings keinen gesetzlichen Grenzwert für PAK. Im Jahr 2005 wurden aber durch den Handel und den TÜV zwei Grenzwerte definiert. Danach darf der Anteil von PAK bei einer Hautkontaktzeit von mehr als 30 Sekunden bei maximal 10 mg/kg liegen. Auf Rückfrage teilte Ökotest mit, dass bei den Handgriffen des TOPRO Troja 0,221 mg/kg gemessen wurden – das sind gerade 2% des Grenzwertes.

PVC - Polyvinylchlorid: Die Griffe bestehen aus dem Kunststoff PVC, der weltweit sehr verbreitet ist und wegen seiner guten Werkstoffeigenschaften und seiner Haltbarkeit sehr geschätzt wird. Problematisch sind aber bei Weich-PVC manche der notwendigen Weichmacher, die gesundheitsschädlich sein können. Bei den Handgriffen des TOPRO Troja wird allerdings der Weichmacher DINCH verwendet, der als unbedenklich gilt.

DINCH – Cyclohexandicarbonsäurediisononylester: Dieser Stoff wurde gezielt entwickelt, um gesundheitlich bedenkliche Weichmacher in PVC zu ersetzen. Er wird sowohl vom Bundesinstitut für Risikobewertung als auch von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit positiv bewertet. So ist DINCH z. B. im Anhang der Richtlinie 2002/72/EG über „Materialien und Gegenstände aus Kunststoff, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen“ gelistet. Zudem wird DINCH im medizinischen Bereich unter anderem bei der Herstellung von Blutbeuteln und Infusionsschläuchen verwendet.

Der TOPRO Troja erfüllt gesundheitsbezogene Normen

Die Handgriffe des TOPRO Troja erfüllen zwei für Gesundheit der Nutzer wesentliche Normen:

  • Die „Beißring-Norm“ 2005/84/EG, nach der man mit diesem Kunststoff auch Babyartikel herstellen dürfte, die von Kindern unter drei Jahren in den Mund genommen werden können.
  • Die „Biokompatibilitätsprüfung“ DIN EN 10993-5: Die Handgriffe und das dafür verwendete Granulat haben entsprechende Prüfungen durch ein akkreditiertes Institut sowohl im Prüfbereich „dermale Irritation“ als auch bei „Zytotoxizität“ bestanden.

Dazu Karin Bielefeld: „Bei allem Respekt für die Tests, die die Zeitschrift Ökotest durchführt, aber dieser Test hat aus unserer Sicht erhebliche Schwächen. So werden einige gesundheitlich unbedenkliche Materialien und Stoffe negativ bewertet, nach anderen, wie z. B. den möglicherweise allergieerzeugenden Stoffen Latex und Harzen oder nach Phenolen wird aber nicht geschaut. Auch wurde nicht untersucht, ob die Griffe nach der Biokompatibilitätsprüfung einwandfrei sind. Das ist die einzige tatsächlich vorhandene Norm in diesem Bereich – die aber wurde bei den Untersuchungen der Zeitschrift Ökotest offenbar völlig außer Acht gelassen“.

Produktion in Europa

Ein weiterer Punkt fiel ins Auge: TOPRO ist der einzige der geprüften Rollatoren-Hersteller, der in Europa, nämlich in Norwegen, produziert. Die anderen Firmen lassen ihre Rollatoren in China oder Taiwan herstellen. Obwohl auch dieses Kriterium wegen der kurzen Transportwege und der sicherlich erheblich besseren Arbeitsbedingungen in Norwegen Beachtung verdient, wurde es von der Zeitschrift Ökotest völlig außer Acht gelassen. Karin Bielefeld resümiert: „Für TOPRO ist dieser Test vor allem im Bereich der Materialprüfung absolut fehlerhaft. Wir halten ihn deshalb für eine
Bewertung der Rollatoren für ungeeignet.“

Pressekontakt:

PapendorfPR, Juliane Papendorf
Paul-Sorge-Str. 62e, 22459 Hamburg,
Tel.: 0176 – 10 30 51 87, mail@PapendorfPR.de
www.PapendorfPR.de



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