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Sturzprävention durch intelligente Haltungserkennung am Rollator: TOPRO beteiligt sich an BMBF-gefördertem Forschungsprojekt

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Haltungsfehler beim Gehen am Rollator können gefährlich sein: Denn die falsche Haltung verursacht nicht nur Rückenschmerzen, sondern erhöht auch die Sturzgefahr erheblich.

Presseinformation
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(Fürstenfeldbruck, 16.02.2017) Haltungsfehler beim Gehen am Rollator können gefährlich sein: Denn die falsche Haltung verursacht nicht nur Rückenschmerzen, sondern erhöht auch die Sturzgefahr erheblich. Jetzt startet ein neues Forschungsprojekt, mit dem ein intelligentes Unterstützungssystem zur Sturzprävention bei der Benutzung von Rollatoren entwickelt werden soll. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von vier Partnern aus Wissenschaft, Gesundheit und Industrie umgesetzt. Projektkoordinator ist Budelmann Elektronik in Münster, außerdem arbeiten der Bremer DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems, der Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen sowie die TOPRO GmbH aus Fürstenfeldbruck an diesem Projekt.

 

Das Forschungsprojekt mit dem Namen ModESt („Rollator-Modul zur Haltungs-Erkennung und Sturz-Prävention“) läuft über drei Jahre. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 912.000 € im Rahmen der Förderlinie „Mensch-Technik-Interaktion im demografischen Wandel“ gefördert. Dabei soll ein Unterstützungssystem sowohl für ältere Menschen mit Haltungsproblemen als auch für kranke Menschen entwickelt werden, das durch eine intelligente Sturzprävention dazu beiträgt, Mobilitätseinschränkungen und Unsicherheiten zu verhindern und die Lebensqualität dieser Menschen erheblich zu verbessern.

Ziel ist es, eine Elektronikbox zu entwickeln, die am Rollator befestigt wird. Diese soll die Haltung des Nutzers analysieren, bewerten und anschließend bei der Korrektur helfen. Zunächst überprüft die Analysefunktion die Positionierung des Nutzers in Relation zum Rollator anhand von Distanzmessungen verschiedener Körperbereiche zum Rollator. Anhand dieser Werte wird die Haltung bewertet. Wird ein Haltungsfehler erkannt, gibt das System eine intuitiv verständliche, dezente Rückmeldung und hilft bei der Korrektur. Das innovative Unterstützungssystem soll in Zukunft dazu beitragen, das Sturzrisiko und haltungsbedingte Gangunsicherheiten zu verringern und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich zu verbessern.

Der Rollatorenhersteller TOPRO ist eines von vier Konsortiumsmitgliedern in diesem Forschungsprojekt und somit in die gesamte Projektplanung und -konzeption involviert. Als Industriepartner ist TOPRO schwerpunktmäßig für die mechanische Integration der Messelektronik am Rollator verantwortlich. Dafür nutzt das Unternehmen seine Expertise in den Bereichen Konstruktion, Teststandards und Produktion von Rollatoren. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, mit der die Messelektronik an unterschiedlichen TOPRO-Rollatormodellen sicher befestigt und nachgerüstet werden kann. Das Nachrüsten soll dabei idealerweise so einfach gemacht werden, dass es auch vom Fachhändler oder von Angehörigen bzw. dem Nutzer selbst durchgeführt werden kann. Nicht zuletzt geht es auch darum, ein ansprechendes Design für das gesamte System zu finden und dafür zu sorgen, dass es effizient und kostengünstig produziert werden kann.

Konsortiumsmitglieder sind:





www.PapendorfPR.de



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