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TOPRO stiftet 300 Rollatoren an das Rote Kreuz

Die Norwegische Gesellschaft TOPRO entschied in der Weihnachtszeit letzten Jahres, ihre Restlagerbestände des auslaufenden Rollatormodells an das Rote Kreuz zu stiften. Das Rote Kreuz in der Provinz Oppland in Norwegen, wo TOPRO ansässig ist, hat seit mittlerweile 5 Jahren eine Kooperation mit dem Roten Kreuz in Zentral Bosnien-Herzegowina. Nach Aussage von Miriam Lovrinovic, der dortigen Leiterin, ist die Spende der Rollatoren die bisher größte Spendenaktion, die das Rote Kreuz in Bosnien-Herzegowina seit dem Bürgerkrieg erhalten hat. Die Spende ist auf einen Wert von ca. € 100.000 zu beziffern.

 

TOPRO's Export Managerin Josien Bouwman war dabei, als die ersten Rollatoren in Bosnien ausgehändigt wurden. Sehr beeindruckt schilderte sie, wie die Rollatoren das Leben der Menschen verändert hat. Vor Ort sind nur sehr schwer einige wenige Gehhilfen zu bekommen und diese sind alt, in schlechtem Zustand und somit nicht sehr hilfreich. Die TOPRO Rollatoren sind nun in den Besitz des Roten Kreuzes übergegangen und werden an die Menschen verliehen.

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Das Abladen der TOPRO Rollatoren in Novi Travnik sorgte für Schlagzeilen und wurde eng durch die Bosnischen Medien vefolgt.

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Das Rote Kreuz hat eine gute Kooperation mit einer Schule in Novi Travnik für Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung. Die Direktorin der Schule sprach von der kritischen Situation der schwächeren Gruppen. Sie sind auf Spenden und Fürsorge durch Organisationen wie das Rote Kreuz angewiesen.

 

 

 

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Die 12jährige Magdalena Gavranic war bei jedem Gang auf die Unterstützung von anderen Menschen angewiesen. Nun kann sie sich dank des TOPRO Rollators frei und selbständig bewegen. Den Umgang damit lernte sie sehr schnell und genoß ihren ersten Spaziergang im Freien.

 

 

 

 

 

 

 

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Die 79 Jahre alte Ivca Tomic und ihre 82jährige Schwester Jaha Tomic untersuchen ganz genau das neue Gefährt, das durch Mirja Lovrinovic, der Leiterin des dortigen Roten Kreuzes, zu ihnen nach Hause gebracht wurde. Sie freuen sich nun, selbstständig aus dem Haus gehen, und wieder eigenständig das Holz hereinholen zu können. Die Kroatischen Schwestern mussten während des Krieges aus ihrer Heimat fliehen. Ihre Pensionen betragen € 80,00 pro Jahr. Sie sind auf das Essen angewiesen, das ihnen das Rote Kreuz zeitweise vorbei bringt.

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Jaha Tomic zeigt Josien Bouwman, wie sie bisher mit ihrem handgemachten kleinen Gehstock zurecht gekommen ist. Ivca und Jaha Tomic mit ihrem neuen Rollator und Josien Bouwman vor ihrem Häuschen in Novi Travnic.

 

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Der 72jährigen Kaltak Abaz wurde vor einem Jahr auf Grund ihrer Diabetis das linke Bein abgenommen. Die letzten 2 Jahre hat sie liegend im Bett verbracht. Sie bekam mittlerweile eine Prothese, die sie von ihrem Mann angelegt bekommt. Auf der rechten Seite sitzt Dzevad Karic, der den LKW mit den Rollatoren von Norwegen nach Bosnien gefahren hat. Er ist mit der Familie Abaz verwandt.

 

 

Fakten TOPRO

  • Ansässig in Gjövic, ca. 120 km nördlich von Oslo, Norwegen.
  • Gegründet im Jahr 1966, Herstellung  von Rehabilitationsprodukten seit 1990.
  • Export von Gehhilfen in 24 Länder weltweit.
  • Hauptsächlich bekannt durch den Rollator TOPRO Troja, Testsieger bei Stiftung Warentest.
  • TOPRO ist einer der größten Norwegischen Anbieter von Arbeitsprogrammen zur Rehabilitation der Norwegischen Arbeits- und Sozialverwaltung.

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Kein Auge blieb trocken, als Kaltak Abaz zum ersten Mal seit 2 Jahren wieder stehen konnte - nur mit Hilfe ihres TOPRO Rollators. Sie wird nun nicht mehr länger ausschließlich auf die Hilfe ihrer Familie angewiesen sein, wenn sie ihr Bett verlassen möchte.

 

Fakten Bosnien-Herzegovina

  • Regiert durch 3 Präsidenten.
  • 4,6 Millionen Einwohner.
  • Bürgerkrieg 06.04.1992-14.12.1995.
  • Flucht von 2,5 Millionen Menschen aus dem Kriegsgebiet.
  • Komplexer Kriegshintergrund: Politische-, soziale- und Sicherheitskrisen trafen das Land nach dem Fall des Kommunismus und der Trennung von Jugoslawien.
  • Eine der schrecklichsten Episoden des Krieges: Das Massaker von Srebenicia, bei dem 8.000 Männer hingerichtet wurden.


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