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Rollator - Was ist das?

Mobil sein bis ins hohe Alter, wer wünscht sich das nicht? Was aber, wenn es zunehmend Probleme bereitet, das Haus zu verlassen? Dann ist es gut zu wissen, dass es den Rollator, die Gehhilfe mit vier Rädern, gibt. Der Rollator wurde 1978 in Schweden von Aina Wifalk erfunden. Sie war aufgrund einer Kinderlähmung gehbehindert und entwickelte die „Krücke auf Rädern“ für ihre eigene Mobilität. Seit Anfang der 1990-er Jahre ist dieses nützliche Hilfsmittel auch bei uns weit verbreitet.

Im Folgenden wollen wir als Hersteller mit langjähriger Erfahrung Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Rollator geben:

Wann wird ein Rollator benötigt?

Welche Typen von Rollatoren gibt es?

Was zeichnet einen Premiumrollator aus?

Wie kann ich einen Rollator erwerben?

 

Wann wird ein Rollator benötigt?

Im Prinzip ist ein Rollator immer dann eine Hilfe, wenn Schmerzen, mangelnde Muskelkraft und/oder die verringerte Belastbarkeit zu Einschränkungen führen. Aber auch nach Operationen wie Knie- und Hüftendoprothesen oder Wirbelsäulen-Operationen kann ein Rollator notwendig werden. Die häufigsten Gründe für die Nutzung eines Rollators sind

• Kraftminderung in den Beinen

• Gleichgewichtsprobleme

• Schwindel (Vertigo)

• Schlaganfall (Apolplex)

• Schädelhirntrauma (SHT)

• Schüttellähmung (Morbus Parkinson)

• Multiple Sklerose

• "Schaufensterkrankheit" (Claudicatio intermittens)

• Chronische Lungenkrankheiten (COPD)

Ein Rollator ermöglicht es, mobil zu bleiben, die Selbständigkeit zu erhalten, am sozialen Leben teilzunehmen und nach den eigenen Bedürfnissen zu leben. Mit dem Rollator können außerdem Einkäufe sicher nach Hause transportiert werden und durch die Sitzfläche am Rollator sind kurze Verschnaufpausen jederzeit möglich. Laut der Studie "Die freie Generation 2009- das Lebensgefühl der Menschen ab 45 Jahre" die im Auftrag der Karstadt-Quelle-Versicherung durchgeführt wurde, ist die größte Sorge der Befragten, von anderen abhängig zu werden. Der Lebenshöhepunkt liegt laut dieser Studie heute dort, wo man früher schon als alt galt: Bei etwa 60 Jahren. Das „Altsein“ von früher gibt es so nicht mehr. Die Befragten wollen jung und mobil sein und die Vorstellung selbst zum Pflegefall zu werden und dann kein soziales Netzwerk zu haben ist für viele eine der schlimmsten Vorstellungen. Auch in der Generali Hochaltrigen Studie, die vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg durchgeführt wurde, wird der Wunsch der Befragten nach Selbständigkeit, Unabhängigkeit, Fitness und Mobilität deutlich. Diesen Wünschen gerecht zu werden, kann der Rollator eine gute Hilfe sein.

Welche Rollatoren gibt es?

Gab es 1978 noch einen Rollator für alles, haben sich die Rollatoren in den letzten Jahren weiterentwickelt, sowohl im Design als auch in der Funktionalität. Zusätzlich zu den klassischen schweren Stahlrollatoren, schwierig zu falten und unhandlich, sind zwischenzeitlich Leichtgewichtsrollatoren erhältlich, die sich einfach und platzsparend zusammenfalten lassen und auch dann sicher auf ihren Rädern stehen. Die Stiftung Warentest hat im Heft 2/2014 beide Rollator-Typen getestet-die klassischen Standard-Stahlrollatoren und die „neuen“ Premiumrollatoren. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die neuen Rollatoren, die besseren sind.

Heute gibt es zudem nicht mehr nur den einen Rollator für alle Begebenheiten und jedes Umfeld. Je nach Lebenssituation und Umfeld kann zwischen folgenden Rollator-Typen gewählt werden:

  • Der Indoorrollator / Innenrollator/ Wohnungsrollator wird, wie der Name schon sagt, ausschließlich in der Wohnung genutzt. Er hat meist kleine Räder, ist schmal gebaut und so gestaltet, dass er sich gut in die Wohnungsumgebung integriert. Durch seine kompakten Maße passt er auch durch engere Türen und nimmt in der Wohnung weniger Raum ein, als ein normaler Allroundrollator. Durch Abstellmöglichkeiten auf dem Rollator kann er zudem ähnlich wie ein Servierwagen z. B. zum Transport von Geschirr genutzt werden. Diese Rollatoren sind in faltbaren und nichtfaltbaren Ausführungen erhältlich. Bitte beachten Sie, dass die kleinen Räder des Indoorrollators auch zur Gefahr werden können, wenn Teppichkanten und Türschwellen überwunden werden sollen.

  • Der Outdoorrollator/ Außenrollator/ Geländerollator, ist für die Nutzung im Freien gedacht. Dort, wo der Nutzer auf Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster, Schottersteinen, Waldwegen oder Gras unterwegs ist, ist dieser Rollator von Vorteil. Der Outdoorrollator ist breiter als der klassische Allroundrollator und damit auch standfester. Zudem hat er größere Vorderräder, damit können die Unebenheiten besser gemeistert und abgefedert werden. Personen, die über Gelenkschmerzen in der oberen Extremität klagen, sollten über einen Outdoorrollator nachdenken.. Durch die abfedernde Wirkung der größeren Rollatorräder können hier Schmerzen eingedämmt oder gar verhindert werden. In dieser Kategorie gibt es vor allem Premiumrollatoren.

  • Der Allroundrollator/ Alltagsrollator kann sowohl innen als auch draußen genutzt werden. In dieser Kategorie sind neben den klassischen Standard-Stahlrollatoren auch die bereits oben genannten Premiumrollatoren zu finden. Die schweren Stahlrollatoren bieten nur das allernötigste;sie sind einfach und robust gebaut, haben einen Einkaufskorb aus Metall und eine Sitzfläche aus Kunststoff. Sie lassen sich quer falten, benötigen dann aber meist eine Wand zum Anlehnen, um nicht umzufallen. Wer höhere Anforderungen an einen Rollator stellt, ist allerdings mit einem Premiumrollator besser versorgt.

Was zeichnet einen Premiumrollator aus?

Die neuen Premiumrollatoren/ Leichtgewichtsrollatoren bieten neben viel Zubehör all das, was mobile Nutzer im Alltag benötigen:

  • Ihr Gewicht liegt unter 8,0 kg.

  • Sie haben eine Ankipphilfe, die dem Nutzer ermöglicht, Hindernisse wie Bürgersteige gut, leicht und sicher zu überwinden. Vorbei die Zeiten, als Nutzer rückwärts über Bordsteinkanten gefahren sind oder gar ihren schweren Stahlrollator vorne anheben mussten, um ein kleines Hindernis zu überwinden.

  • Die Premiumrollatoren lassen sich ganz einfach und ohne Kraftaufwand längs falten und stehen dann sicher, sie benötigen keine Wand zum Anlehnen.

  • Sie sind in gefaltetem Zustand schmal und lassen sich so auch gut im Auto, Taxi und in der Bahn mitnehmen.

  • Die Handgriffe sind ergonomisch geformt,die Bremse ist einfach zu erreichen und gut zu bedienen.

•Nicht zu vergessen ist die Höheneinstellung. Ist bei den Stahlrollatoren gutes Augenmaß notwendig, um die einmal eingestellte Griffhöhe nach dem Verladen u. ä. wiederzufinden, ist dies bei den Premiumrollatoren durch die sogenannte Memoryfunktion ganz einfach. Die Griffhöhe wird einmal korrekt vom Sanitätshaus oder einem Therapeuten eingestellt und danach automatisch durch eine Art „Stoppmechanismus“ vom Nutzer nur durch Herausziehen der Griffe wiedergefunden.

Mit all seinen Ausstattungsmerkmalen bietet der Premiumrollator dem Nutzer mehr Sicherheit und Komfort als ein klassischer Standardrollator. Inzwischen gehen immer mehr Nutzer dazu über, sich einen zweiten Rollator zu beschaffen. So können sie die Vorteile der einzelnen Rollatortypen je nach Lebenssituation für sich nutzen oder ihren häuslichen Begebenheiten besser entsprechen. Fehlt zum Beispiel ein Fahrstuhl in einem Mehrfamilienhaus, bleibt oftmals der Rollator am Eingang im Hausflur stehen, in der Wohnung wird ein Zweitrollator notwendig. Einige Nutzer wollen auch den Schmutz der Straßeam Rollator mit in die Wohnung nehmen. Sie lassen den „Straßenrollator“ draußen und nutzen in der Wohnung einen zweiten Rollator. Clever ist in diesem Fall ein Rollator mit auswechselbaren Rädern – ein Satz Räder für drinnen, ein Satz für draußen. Die Räder lassen sich mit einem Schnellverschluss-System einfach und ohne Werkzeug tauschen.

Wie kann ich einen Rollator erwerben?

Aufgrund der Auswahl an verschiedenen Rollatoren ist es sinnvoll, sich beim Kauf eines Rollators im Sanitätshaus oder Reha-Fachgeschäft beraten zu lassen. Generell gibt es drei Möglichkeiten, einen Rollator zu erhalten:

1. Ein ärztliches Rezept, welches bei der Krankenkasse einzureichen ist. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten, bekommt man leihweise einen einfachen Standard-Stahlrollator. Der Rollator bleibt Eigentum des Sanitätshauses.

2. Will man einen Premiumrollator/ Leichtgewichtsrollator, muss man die Differenz zwischen dem was die Kasse zahlt, den sogenannten Festbetrag, und dem höheren Preis des Rollators selber zahlen. Erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse und Ihrem Sanitätshaus, wer in diesem Fall Eigentümer des Rollators wird.

3. Anschaffung auf eigene Kosten. Hier kann der Nutzer frei wählen, je nach Krankheitsbild und Symptomen, Anforderungen und Wünschen. In diesem Fall gehört der Rollator dem Nutzer.

Zu bedenken gilt, was bei Brillen- und Zahnversorgungen schon lange der Fall ist – es lohnt sich, auf Qualität zu achten.

  • Der Indoorrollator / Innenrollator/ Wohnungsrollator wird, wie der Name schon sagt, ausschließlich in der Wohnung genutzt. Er hat meist kleine Räder, ist schmal gebaut und so gestaltet, dass er sich gut in die Wohnungsumgebung integriert. Durch seine kompakten Maße passt er auch durch engere Türen und nimmt in der Wohnung weniger Raum ein, als ein normaler Allroundrollator. Durch Abstellmöglichkeiten auf dem Rollator kann er zudem ähnlich wie ein Servierwagen z. B. zum Transport von Geschirr genutzt werden. Diese Rollatoren sind in faltbaren und nichtfaltbaren Ausführungen erhältlich. Bitte beachten Sie, dass die kleinen Räder des Indoorrollators auch zur Gefahr werden können, wenn Teppichkanten und Türschwellen überwunden werden sollen.


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